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02.07.2019 14:39 Alter: 105 days
Kategorie: Gästeinformation

Noch mehr Platz für den Erhalt der Artenvielfalt

Heimische Wildpflanzen im Fokus


„Ich plane Flächen mit vorwiegend heimischen Wildpflanzen“, sagt die Naturgartenplanerin Ingrid Völker. Genau das ist auch die Aufgabe, die sie seit nahezu zwei Jahren erfüllt. Die Murnauerin ist nach eigener Aussage „naturverliebt von Kindheit an“ und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Pflanzenkunde. Durch das LEADER Projekt „Wiese x 16“ kam der Kontakt zum Ostallgäuer Landratsamt, in dessen Auftrag Ingrid Völker nun im ganzen Landkreis unterwegs ist, um zusammen mit den beteiligten sechzehn Gemeinden öffentliche Flächen naturgetreu zu gestalten. Damit will der Landkreis Ostallgäu den alarmierenden Zahlen zum Verlust der heimischen Artenvielfalt im Pflanzen- und Tierreich entgegenwirken. Allein im südlichen Landkreis beteiligen sich insgesamt sieben Kommunen daran, darunter neben der Gemeinde Schwangau auch die Gemeinden Lengenwang, Roßhaupten, Füssen, Lechbruck, Halblech und Rieden am Forggensee.

Ziel des Projekts, das vorerst bis Ende des Jahres läuft, ist es, mehr bunte Blumenwiesen innerorts zu schaffen und damit zur Umweltbildung beizutragen. Immerhin sind artenreiche Blumenwiesen neben den malerischen Seen, Bergen und bunten Wäldern auch ein fester Bestandteil der geprägten Allgäuer Landschaft. Doch sowohl in der freien Landschaft als auch im Siedlungsbereich werden einfache Blumenwiesen immer seltener. Dazu kommen oft Landwirte, die von Tierhaltung auf Anbau umstellen oder private Grundstücksbesitzer, die mit angelegten Kiesgärten und gepflasterten Gartenflächen für eine Vernichtung der ansässigen Flora und Fauna sorgen. So sollen vor allem kommunale Flächen an Straßenböschungen, Verkehrsinseln oder entlang von Ortsstraßen von dem Grünflächenmanagement profitieren. Bereits im vergangenen Jahr haben Schulen, Kindergärten, Umweltorganisationen, Gartenbauvereine und Privatleute zahlreiche Blumenwiesen angelegt. Zudem wurde für eine Reihe öffentlicher Flächen ein naturnahes Pflegekonzept erstellt, das nun in Zusammenarbeit mit den Bauhöfen und Stadtgärtnern landkreisweit umgesetzt wird.