Kurpark
Der in den Jahren 1937 und 1938 entstandene Schwangauer Kurpark erstreckt sich auf rund 18 Hektar an der Osterhalde, dessen Wege und Pflanzungen nach den Vorschlägen des Landschaftsarchitekten Alwin Seifert angelegt wurden. Sein detaillierter Bepflanzungsplan enthielt mehr als 700 einheimische Bäume und Sträucher und legte den Grundstein für den heutigen Busch- und Baumbestand, der den Park so besonders macht.
Zuvor wurde das gesamte Gelände als gemeinschaftliche Viehweide genutzt. Um möglichst vielen Bauern dort das Weiderecht zu ermöglichen, teilte man die Bergkuppe ab 1824 in rund 100 kleine Parzellen auf. Noch vor dem ersten Weltkrieg erwarb die Gemeinde nach und nach die kleinen Geländestücke von den einzelnen Bauern zurück.
Heute ist das parkähnliche Gelände mit einem natürlich gewachsenen Mischwald sowie unregelmäßigen, großzügigen Wiesenflächen und baumgesäumten Wegen durchzogen. Die natürliche Blumenpracht der Wiesen steht unter besonderem Schutz und verleiht dem Park zu jeder Jahreszeit ein wechselndes Farbspiel.
Mehrere Hauptwege führen durch das knapp fünf Kilometer lange, gut befestigte Wegenetz. Ob zum gemütlichen Spaziergang oder zur Erholung – der Kurpark bietet Raum für vielfältige Aktivitäten. Ein Spielplatz, Dorfweiher, Wassertretbecken, Pavillons und zahlreiche Ruhebänke laden zum Verweilen ein. Der Park bietet viele schöne Ausblicke auf die Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau sowie auf die Bergkette.
Schwanseepark
Unterhalb von Schloss Hohenschwangau, der Sommerresidenz von König Maximilian II. und seinem Sohn König Ludwig II. liegt der Schwanseepark, früher königlicher Landschaftsgarten. Heute ist der Park Naherholungsgebiet und Heimat seltener sowie schützenswerter Pflanzen.
Während er noch Kronprinz war, kaufte König Maximilian II. in den Jahren 1837/38 einen Teil des sogenannten “Rohrach-Filzes”, um dort einen Schlosspark anlegen zu lassen. Die ersten Pläne wurden vom Gartenarchitekten Carl August Sckell, Intendant der Hofgärten in München, erstellt. Nach dessen Tod entwickelte Peter Joseph Lenné einen Schlosspark nach englischem Vorbild, der in den folgenden Jahren immer wieder verändert wurde.
Ein dichtes Wegenetz entstand, auf den Bächen sollten Kähne fahren, eine Pferderennbahn und ein Springplatz wurden ebenfalls angelegt. Mit der Anlage von Solitärbäumen, mit Sichtachsen und Baumgruppen sollte zudem Weite und Größe vorgetäuscht werden. Allerdings sind viele der Wege, die damals anlegt wurden, im Laufe der Zeit verschwunden. Nach dem Tod Maximilians II. verlor der Park seine Bedeutung, wurde nur noch bewirtschaftet aber nicht mehr als Park genutzt.
Mit Veränderungen in der Mahd und dem Verbot der Düngung durch Herzog Albrecht konnten sich im Lauf der Zeit wieder selten gewordene Pflanzen auf den Parkwiesen ansiedeln, Orchideen und Enziane.









