Seen und Baden

    Der Seenreichtum am bayerischen Alpenrand ist einmalig. Maßgeblich geprägt wurde diese Landschaft durch das Abschmelzen der Eismassen des Lechgletschers vor rund 10.000 Jahren. Es entstanden in der Folge längliche, abgerundete Hügel, in deren Zwischenbereichen sich ausgedehnte Seen bildeten. 

    Schwangau ist eine der wasserreichsten Gemeinden Bayerns und besitzt insgesamt vier Seen mit einer Gesamtfläche von knapp 14 Quadratkilometern. Jeder dieser Seen hat seinen eigenen Charakter und bietet Ihnen ganz individuelle Freizeitmöglichkeiten und Aussichten in die Berglandschaft.

    Forggensee

    Der Forggensee entstand 1954 als Stausee und ist heute mit bis zu zwölf Kilometern Länge und drei Kilometern Breite der fünftgrößte See Bayerns. 

    Gründe für das Anlegen des Sees waren die Energiegewinnung, der Hochwasserschutz und die Sicherung des Donau-Wasserstandes. 

    Daher wird der See ab Mitte Oktober abgestaut und bis zum Beginn der Forggenseeschifffahrt zum Juni wieder vollständig aufgestaut.

    In dieser Zeit kommen Relikte aus der Zeit vor dem See zum Vorschein. So sehen Sie bei entsprechendem Wasserstand die Reste der zum Bau des Sees aufgegebenen Weiler Forggen und Deutenhausen sowie Überreste der Via Claudia Augusta. Die Tourist Information bietet regelmäßig im Frühjahr geführte Touren hierzu an.

    Auf einer Wasserfläche von rund 17 Quadratkilometern bietet der See viele Freizeitmöglichkeiten für Wassersport aller Art wie zum Beispiel segeln, rudern, SUPen oder schwimmen.

    Auf dem Forggensee haben Sie die Möglichkeit, SUPs, Tretboote und Kajake auszuleihen oder an einem der regelmäßigen Kurse teilzunehmen.

    SUP Forggensee

    Bei einer ein- oder zweistündigen Schifffahrt auf dem Forggensee genießen Sie die Aussicht auf die vorbeiziehende Landschaft. 

    Zur Schifffahrt

    Alpsee

    Einer der saubersten Seen Bayerns ist der 62 Meter tiefe Alpsee in Hohenschwangau, der direkt unterhalb der Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau liegt. Gespeist wird der See von unterirdischen Quellen und bietet vor allem in heißen Sommermonaten eine willkommene Abkühlung. König Ludwig II. liebte den Alpsee sehr und soll ihn in seiner vollen Länge durchschwommen haben.

    Wenn Sie lieber zu Fuß unterwegs sind, haben Sie die Möglichkeit, den See auf einem romantischen Rundweg mit immer neuen Perspektiven auf die Königsschlösser zu erkunden. Entlang des Weges kommen Sie außerdem am Marienmonument vorbei, das sich an einem der Lieblingsplätze von Königin Marie von Bayern befindet. Aussichtsreich und ein beliebtes Fotomotiv ist zudem der Pindarplatz oberhalb des Alpsees.

    Am Südufer finden Sie das Alpseebad, ein Naturfreibad mit Holzsteg und einer schwimmenden Insel sowie ausgedehnten Liegewiesen, die zum Sonnenbaden einladen. Das Bad entstand bereits im Jahr 1900 und hat einen gekennzeichneten Nichtschwimmerbereich, der auch für Kinder geeignet ist. 

    Zum Alpseebad

    Eine besondere Perspektive auf die Königsschlösser haben Sie im Sommer bei einem Ausflug auf dem Alpsee mit Ruderboot oder Tretboot. Den Verleih finden Sie am Ufer, unweit des Museums der bayerischen Könige.

    Zum Bootsverleih

    Schwansee

    Als kleinster der Schwangauer Seen ist der Schwansee durch Verlandung entstanden und liegt eingebettet zwischen den Höhenzügen des Schwarzenbergs im Süden und des Kienbergs im Norden. 

    Baden ist im Bereich des Schwansee-Kiosk erlaubt, wo Sie auch zwei Stege finden, die ins Wasser führen. Erholen Sie sich nach dem Schwimmen auf der ausgedehnten Wiese mit eindrucksvollem Bergblick.

    Der spätere König Maximilian II. ließ im sogenannten Rohrachfilz einen Landschaftspark nach englischem Vorbild errichten – den Schwanseepark. Die äußerst artenreichen Nasswiesen sind sehr trittempfindlich und dürfen daher nur auf den angelegten Wegen betreten werden.

    Bannwaldsee

    Durch die Verlandung eines nacheiszeitlichen Sees, deren Prozess heute noch andauert, entstand der Bannwaldsee. Fließend gehen die Flachwasserzonen des Sees in eine Schilfzone über und diese wiederum in ausgedehnte Moorflächen. 

    Die ökologische Qualität des Bannwaldsees und seiner Umgebung findet ihren Ausdruck darin, dass das 560 Hektar große Gebiet zum Naturschutzpark erklärt wurde. Sumpfwiesen, Schilfgürtel und idyllische Pfade säumen das Ufer. 

    Surfen oder die Nutzung von SUP-Boards sind nicht erlaubt und das Baden ist nur in dem durch Bojen gekennzeichneten Bereich zulässig. 

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